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Laufband

Kesselstädter Gartenportal am 6/7. Juni 2020, jeweils von 14.00-18.00 Uhr +++ Offene Gartenpforte Hessen, am 13/14.Juni 2020, Sa von 12.00-18.00, So von 10.00-17.00 Uhr.

Montag, 27. Januar 2020

Tropfen

Wasser in Perlen

 

Wie schön, wenn an den Ästen sich die Tropfen klammern! Wie lange dauert es eigentlich, bis sie fallen? Das weiß wohl niemand! Genießen wir einfach dieses Ereignis solange es zu sehen ist.

 

 

 

Hier ein paar Impressionen dieser nassen Gebilde.

 

 

Tropfen sind runde Flüssigkeitskörper und erhalten erst bei Ablösung kurzfristig eine Tropfenform.

 

 

Auch in der Literatur macht man sich so manche Gedanken über dieses Nass. Mit Sprüchen wie: "Steter Tropfen höhlt den Stein" oder" Ein Tropfen Wasser verdirbt den Eimer Honig", was ich als imkernder Mensch bestätigen kann.

 

 

Ebenso Meister Ringelnatz hat hierzu ein Gedicht gereimt.

 

Der Wassertropfen


Ein Wassertropfen fiel vom Himmel;

Es war ein ungezog’ner Lümmel.


Im Grase schlief ein dummer Hase,

Der Tropfen fiel auf seine Nase.


Der Hase dachte sich dabei,

Daß er jetzt totgeschossen sei.


Er sprang in seinem großen Schreck

Aus seinem sicheren Versteck.


Der Jägersmann stand an der Straße

Und schoß ihn wirklich in die Nase.



Für das neue Jahrzehnt hoffen wir Gartenbuddler auf emsige Regentage mit wunderschönen Tropfen!

 

Montag, 20. Januar 2020

Jubiläum

Blumendeko für die Gartengesellschaft

 

Zum 20-jährigen Jubiläum der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur eV, des regionalen Zweigs Hanau, fand im Schloss Philippsruhe ein Empfang statt.  Prunkvoll wie es sich gehört in einem Schloss, fand die Feier im blauen Saal statt, der sich im barrocken Kleid präsentierte.

 

  

 

 

 

Als Floristin wurde mir die Ehre zu teil, für die Bistrotische irgendetwas florales zu arbeiten, dazu kamen dann plötzlich noch 10 kleinere Tische und 2 Sträuße für die Gastredner. Wie es bei Vereinen so ist muss auf das Budget geachtet werden. Natürlich brauchte ich Gefäße und Blumen. Erst einmal in den Garten und schauen was der so Mitte Januar liefert. Die Auswahl ist überschaubar, aber wie heißt es so schön "regnets nicht so tröpfelst doch".

 

 

 

Dank meines Blumenlieferanten kam ich günstig an Schnittblumen, die zu dieser Jahreszeit ihren Preis fordern. Üppig beladen fuhr ich vom Großmarkt nach Hause und versorgte erstmal die Ware. Meine Beute: Tulpen, Rosen, Gerbera, Anemonen, Nelken und Beiwerk, jetzt konnte es losgehen. 

 

 

 

 

 

Die Ausbeute von Skimmien, Hagebuttenfruchtständen, Haselnußzweigen, Efeufruchtständen und Rosmarin aus dem Garten, dienten als Grundlage und Füllmittel.

 

 

Passende Gefäße fand ich in meinem Küchenschrank, es sind flache dickwandige Schalen aus Glas und winzige Glasgefäße für die Bistrotische.

 

Da die Schalen sehr breit waren, nahm ich als stabiles Gerüst klein geschnittene Korkenzieherhaselzweige und legte sie in die Schale. Meine Füllmittel (Efeu, Skimmie) wurden zuerst hineingesteckt. Jetzt hatte ich die Möglichkeit meinen Werkstoff so zu drapieren das er dabei nicht umfällt. Nach Gusto stellte ich meine Blumen in das Gerüst, so dass jede Blüte für sich wirken konnte. 

 

 

 

 

 

Schnell gemacht, mit einer riesen Wirkung und kleinem Budget. Mitten im Winter solch eine Farbpower, da schmeckt der Sekt noch besser.

 

 

 

 

Die Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur e.V. hat rund 1000 Mitglieder und ist bundesweit in regionalen Zweigen organisiert.

Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht private und historische Gartenanlagen zu schützen und zu fördern. Der Erhalt der Pflanzenvielfalt und Gartenprojekte mit Kindern stehen ebenso auf der Agenda. 

Zweimal im Jahr erscheint die Zeitschrift "blätterrauschen", jedes Mal mit einem Schwerpunktthema.

 

 

 

Eine unserer Mitbegründerin. Ihre Erinnerungen an die Anfänge, Ereignisse und deren Schwierigkeiten wurden in einer kurzweiligen Rede dargestellt.

 

Eine gelungene Feier mit netten Gästen und fachkompetenten Vorträgen in einem außergewöhnlichen Rahmen.

Donnerstag, 16. Januar 2020

Schneeglöckchen & Co

Natur - Pur

 

Zusammengesammelte Werke wie Schneeglöckchen (aus dem Garten), Moos, Zweige, Schneckenhäuser, Minitontöpfchen, Tonscherben, Efeu, Zapfen, Rosmarin, Kletterhortensienblüten und andere Kleinigkeiten, sind die Hauptdarsteller. Hilfsmittel sind Wickeldraht, Kordel und Holzklammern.

 

 

 

Mein Ansporn war, nichts zu kaufen und daraus verschiedene Werkstücke zu gestalten, die fast den gleichen Werkstoff haben. 

 

Zuerst das Gehänge, klein geschnittene Obstbaumzweige mit Wickeldraht zu einer Girlande wickeln. Danach die Schneeglöckchenzwiebeln in Moos einpacken und mit einer Kordel schnüren und in die Girlande hängen. Dazu noch ein paar Kletterhortensienblüten im Herbstlook und mit Holzklammern befestigte Gräser.

 

 

 

 

 

Die Tischdeko wird einfach gelegt und die einzelnen Komponenten werden verteilt. Schneeglöckchen im Tontopf, Schneckenhäuser, Zweige, Tonscherben, Zapfen, Moos, Laub, Kerzen und mit Holzklammern die Gräser fixiert.

 

 

 

 

 

Der Kranz wird mit Kokosstrick umwickelt und anschließend mit Zweigen, die auf Wickeldraht als Girlande befestigt sind, bestückt. Jetzt kann man nach Herzenslust nehmen was sich findet. Efeufruchtstände, Schilf oder Gras, Moos und natürlich die Schneeglöckchen. Die einzelnen Werkstoffe einfach zwischen die Zweige klemmen. 

 

 

 

 

 

Schnell noch ein paar Gefäßfüllungen in einer Holzschale oder im Drahtkorb...

 

 

 

Auch die Etagere muß dran glauben! Hier wird, wie bei allen anderen Werkstücken, alles was der Garten zu bieten hat drapiert.

 

 

 

 

 

Mit ein bißchen Phantasie, Gefühl und Sammelleidenschaft lassen sich kleine Naturschönheiten auch im Winter umsetzen.

Freitag, 10. Januar 2020

Frühlingserwachen

Frühjahrsblüher

 

Wie gut das es vorgetriebene Pflanzen gibt die uns die Wartezeit auf die Gartensaison verkürzen.

 

Die letzten Relikte der Weihnachtsdeko verschwinden und lassen arge kahle Stellen überall in der Wohnung. Doch durch diese farbenfrohen kleinen frischen vorgetriebenen Frühjahrsblüher können wir diese Lücken füllen.

 

 

 

 

 

Ob Muscari, Iris, Tulpen, Hyazinthen, Scilla und wie sie alle heißen, lassen uns die letzte Durststrecke bis zur beginnenden Gartensaison überbrücken. 

 

 

 

 

 

 

Vorgetriebene Frühjahrsblüher, denen durch die Gärtner erst der Winter und dann der Frühling mit entsprecheneden Temperaturen vorgegauckelt wird, lassen unser Herz höher schlagen. Dank dieser Methode können wir uns dann den Frühling schon ab Dezember ins Haus holen.

 

 

 

 

 

Mit Zutaten wie Moos, Zweigen, Zapfen, Rinde, Efeu, Steinen, Schneckenhäuser usw. kann man die schönsten und kostengünstigsten Werkstücke gestalten. Mit etwas Phantasie und den passenden Gefäßen sollte das leicht gelingen.

Einen Nachteil haben die kleinen Schönheiten, ihre Haltbarkeit ist überschaubar, da sie doch kühlere Temperaturen bevorzugen als die, die in unseren Räumen herrschen.

 

 

 

 

Wunderbare kleine Geschenke die in der Winterzeit hoffen lassen...

Donnerstag, 9. Januar 2020

Waldrebe

Clematis vitalba

 

 

Jetzt, da die Bäume alle leergefegt sind, kann man die Waldrebe über den Wipfeln schweben sehen. Überall in Landschaftsschutzgebieten oder Naturschutzgebieten besetzen sie die Bäume. Diese großgewachsenen Kletterhilfen dienen dazu, einen Platz an der Sonne zu bekommen. Wie ein exotisch anmutigender Dschungel wirkt diese Belagerung. 

 

 

 

 

Clematis vitalba, die gewöhnliche Waldrebe kommt bei uns sehr häufig vor. Diese blühfreudigen Klettersträucher, deren Lianen bis zu 15m Länge erreichen können, gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die Blütezeitezeit ist von Juli bis September. Ein schwacher Duft lockt Insekten an, die die weißen Miniblüten bestäuben und für den Herbstschmuck sorgen. Die Frucht wird von weißer Wolle umwoben und wirkt als würden Wattebällchen daran kleben.

 

 

 

Aus den Ranken lassen sich hervorragend Kränze wickeln, die zu jeder Jahreszeit super aussehen. An der Wand, Tür oder auf dem Tisch, immer eine gelungene und haltbare Deko.

 

Diese Aufnahmen wurden am Berger Hang gemacht, oberhalb von Frankfurt am Main.

Mittwoch, 8. Januar 2020

Grüne Seen

Dietesheimer Steinbrüche

 

Ein attraktives Naherholungsgebiet im Rhein/Main Gebiet sind die Dietesheimer Steinbrüche nahe Offenbach. Der ehemalige Basaltsteinbruch wurde 1982 stillgelegt und auf 61 Hektar entstand ein naturnahes Kleinod. Der Vogelsberger See und der Oberwald See sind die größten Seen und miteinander verbunden. Das kann man gut von der Canyon Brücke aus sehen, von der man einen spektakulären Eindruck von dem Naturereignis bekommt. Im Ballungsraum Rhein/Main leben fast 6 Millionen Menschen und somit ist dieses Ausflugziel eine willkommene "Wildnis". Einzigartig sind die Steilhänge und Felsformationen, die ihresgleichen suchen.

 

 

 

Neben den beiden großen Seen gibt es noch zahlreiche kleinere. Da diese Seenlandschaft zum Teil unter Naturschutz steht, ist baden nicht erlaubt!

 

 

 

 Die Rekultivierung brachte neuen Lebensraum für Tier und Pflanzenwelt. Um die 120000 Bäume, überwiegend Eichen und Erlen, sowie 7000 Sträucher wurden neu angepflanzt. 

Einige Bäume haben sich zu eigenwilligen Exemplaren entwickelt und regen die Phantasie an.

 




 

Sonntag, 5. Januar 2020

Galanthus nivalis

Schneeglöckchen

 

Was wäre ein Garten ohne Schneeglöckchen? Zu meinem Glück muß ich gestehen, dass die Vorgänger unseres Hauses vor Jahrzehnten ordentlich Zwiebeln in die Erde gebracht haben, von denen ich nun provitiere. Sie haben sich im Laufe der Zeit massig vermehrt und man kann von einer Schneeglöckchenarmee sprechen. Der ganze Vorgarten ist übersät mit diesen herrlichen Gewächsen und auch die Bienen, die bei gemäßtigten Temperaturen unterwegs sind, laben sich an dem so wichtigen Nektar und Pollen, in dieser Jahreszeit.

 

Galanthus nivalis gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Der Name kommt aus dem griechischen, gala bedeutet Milch und anthos Blüte, deswegen wird sie auch Milchblume genannt. Die Pflanze treibt zuerst Blätter, danach kommen die Blüten. Sie duftet und lockt im Vorfrühling die ersten Insekten an. Nach der Befruchtung bilden sich Kapselfrüchte, die von Ameisen transportiert werden und so zur Verbreitung führen. Auch durch Brutzwiebel entstehen kräftige Horste die man nach der Blüte, wenn das grüne Laub noch dran ist, teilen kann.

 

 

Im Herbst pflanzt man relativ zeitig die Zwiebeln in den Boden damit im Frühjahr diese kleine Pracht zu sehen ist.

 

Selbst als Schnittblume, in Minivasen präsentiert, lassen sie unser Herz höher schlagen.

 

In der Medizin wird der Wirkstoff "Galantamin" eingesetzt. Er hilft bei Gedächtnisstörungen und bei Demenz. Dieser Alkaloid befindet sich in der Zwiebel, wird heute aber nur noch synthetisch hergestellt.

 

 

Das Schneeglöckchen ist giftig, besonders die Zwiebel aber auch die Blätter und Blüten können zu Übelkeit und Erbrechen führen. Selbst Tiere können davon betroffen sein.

 

Seit 1973 steht es unter Naturschutz und darf in der freien Natur nicht entwendet oder gepflückt werden!

 

 

Diese Bilder sind vom letzten Jahr, momentan zeigen sie lediglich ihre Blattspitzen und strecken sich ca.4 cm aus dem Boden.

Tropfen

Wasser in Perlen   Wie schön, wenn an den Ästen sich die Tropfen klammern! Wie lange dauert es eigentlich, bis sie fallen? Das weiß w...