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Willkommen auf meinem Blog - der Frühling naht

Dienstag, 13. April 2021

Grünzeug

 Convallaria oder Allium?


Wenn die Bärlauchzeit losgeht liest, hört oder sieht man überall die erhobenen Zeigefinger "aber bloß nicht mit den Maiglöckchen verwechseln"!

 

Bärlauch am 13.4.2021, ernte aber schon seit Ende März

 


Für mich nicht nachvollziehbar, da Bärlauch lange bevor die Maiglöckchen überhaupt aus dem Boden lugen, seine volle Pracht zeigt. Außerdem ist der Geruch von Bärlauch eindeutig. Mehr Knoblauchduft geht nicht! Selbst wenn er zu blühen beginnt geht es nicht klarer, denn die Blüten sind kugelig, im Gegensatz zu den nach "Avon" riechenden Maiglöckchen.

 

Na, ist das alles Bärlauch? Die beiden vorderen Pflanzen sind Alliumblätter!

 

Auch das Laub ist für mich eindeutig unterschiedlich. Bärlauch hat weiche, schwingende Blätter und ein helles, frisches Grün, während die der Maiglöckchen steif und fest in den Himmel ragen und später, ein eher dumpfes Grün zeigen. 

 

Maiglöckchen am 13.4.2021

 

Wer sich einen Maiglöckenquark macht und ihn mit Genuss verzehrt, hat wohl keinen Geschmacks - und Geruchssinn mehr! Das weiß man aber in der Regel vorher und sollte vom sammeln des Bärlauchs Abstand nehmen. Die Supermärkte bieten ihn für ein paar Euro an.

 


 


Wer trotzdem seinen selbstgepflückten Bärlauch erleben möchte, sollte sich einer geführten Gruppe anschließen, dann ist man auf der sicheren Seite. Auf dem Balkon oder im Garten kultiviert geht man jeder "Vergiftung" aus dem Weg, sofern sich nicht ein paar vorwitzige Maiglöckchenknollen dazwischen mogeln.


Guten Appetit....

Donnerstag, 25. März 2021

Rosenschnitt

 Stutzen der Königinnen


Jedes Jahr, wenn die Forsythien blühen, ist es an der Zeit sich um die Rosen zu kümmern. Eigentlich mag ich Forsythien nicht! Weder die Blüten machen mich an, noch kann ich ihrem ausdrucklosen Laub etwas abgewinnen. Selbst für Insekten hat dieses sterile Modell nichts zu bieten. Ganz unansehnlich finde ich es wenn sie zwangs gestutzt in der Landschaft stehen. Gelbe Mahnmale die keinen Zweck erfüllen!

 

Doch als Erinnerungsstütze sind sie gut.

 


 

Also ab in den Garten und die stacheligen Schönheiten bearbeiten. Von Schönheit sind die Rosen momentan weit entfernt, denn der Winter hat seine Spuren hinterlassen. Lange zerrupfte Tentakel flattern vom Wind getrieben hin und her und die letzten vertrockneten Hagebutten machen den Anblick auch nicht besser. Also die Handschuhe suchen, den Grünabfallkorb schnappen und die Schere nicht vergessen. 

 



 

Die erste Rose steht parat und mit schnellen geübten Schnitten hat sie eine neue Frisur. Ehrlicherweise muss ich gestehen dass sie vorher, mit wilden "Haaren", besser aussah! Jetzt steht da ein mickeriges, kümmerliches Etwas, das hoffentlich wieder austreiben wird.

 


 

 


 

Noch die abgestorbenen Triebe entfernen, fertig. Das war die Erste. Jetzt warten noch ca. 35 weiter Kandidaten auf die Friseurmeisterin. Lediglich die Rumbler können entspannt dem Treiben im Garten zusehen, denn ihnen wird kein Haar gekrümmt!

 


 

Den Rosenschnitt jetzt noch in kleine Stücke schneiden, damit alles in die Biotonne passt. So, nun warte ich auf die wärmeren Tage und hoffe das die "Königin" des Gartens bald ihren großen Auftritt hat.




Samstag, 20. März 2021

österliche Tischdekoration

 Ei,Ei,Ei...

 

Nun ist es an der Zeit ein wenig österliche Gestaltung auf den Tisch zu bringen. Aus dem Keller ein paar Utensilien geholt und mit Tulpen dem Ganzen, frischen Schwung geben.

 


 


 

Den Holzkasten gesäubert, Gläser arrangiert, die Tulpen angeschnitten und ins Wasser gestellt. Dazu dicke Metalleier, Miniosterhasen und damit der Kitsch nicht grenzenlos wird Zweige aus dem Garten.




Schönen Sonntag....

Freitag, 12. März 2021

Heimische Gehölze

 Pimpernuß und Blasenstrauch


Auf dem Weg meinen Garten in Punkto "naturhaft" weiter zubringen stoße ich auf ungeahnte Widerstände. Da ich jetzt endlich die Rhododendren, noch von unseren Vorbesitzern gepflanzt, entsorgt habe, suche ich nach sinnvollen Alternativen. Wichtigstes Kriterium, dass so viele unterschiedliche Tiere wie möglich, Nahrung und Schutz finden. Nach aufwendigen Recherchen, da schon einige heimische Sträucher in meinem Garten etabliert sind, stieß ich auf Blasenstrauch und Pimpernuß. Angepriesen von diversen Naturvereinen und Ökobewegungen fiel die Wahl auf diese wunderschönen fast exotisch wirkenden Ziersträucher. Doch schon bald musste ich feststellen, dass man diese Pflanzen gar nicht so einfach erwerben kann! Zuerst habe ich mich im Netz schlau gemacht und stieß auf interessante Erkenntnisse. Entweder kauft man gleich 50 Stück a 1,59 oder es geht ab 200 Euro los. Weder das ein oder andere kam für mich in Frage. OK, dann rufen wir doch mal die hiesigen Baumschulen an und schauen was die mir anbieten können. Bei der ersten wurde ich informiert das diese Pflanzen vielleicht mal alle 5 Jahre nachgefragt werden. Verständlich das er sie nicht im Angebot hat. Bei der zweiten Baumschule fuhr ich persönlich vorbei und wurde auch fachkundig beraten mit dem Ergebnis haben wir leider nicht und können wir auch nicht besorgen! Um das Ganze noch abzurunden fuhr ich in die bekannten Gartencenter mit demselben Erfolg! Frustriert und ungläubig suche ich nun nach Lösungen meines Projektes meinen Garten ökologisch aufzurüsten. Jetzt will ich erst recht genau diese beiden Sträucher! Die Pimpernuß (Staphylea pinnata) zeigt im Mai längliche Blüten, die im Herbst zu Nüssen reifen. Diese Kapselfrucht wird holzig und klappert, deswegen wird die Pflanze auch Klappernuß genannt. Außerdem spricht man ihr nach das sie eine potenzsteigernde Wirkung haben soll! 

Der Blasenstrauch (Colutea arborescens) besitzt aufgeblasene, luftgefüllte Hülsen, die beim zusammendrücken knallen. Die Blätter wirken abführend, doch die Pflanze ist schwach giftig.

Ich habe jetzt einen befreundeten Gärtnermeister damit beauftragt bei seinem Lieferanten nachzufragen. Mal sehen, ob ich zu meinen Wunschsträuchern komme!?


Freitag, 5. März 2021

Meister Lampe

 Osterhasenalarm

 

Kaum zu glauben, da macht man eine Stippvisite durch den Garten und steht plötzlich vor dem Osterhasen! Eigentlich hatte ich die Hasen in einer anderen Farbe in Erinnerung, doch anscheinend geht der hier mit der Mode.

 


 

Meister Lampe läßt grüßen, na klar in 4 Wochen ist Ostern! Die Frage ist bloß, was macht er mit dem riesigen Ei? Ich werde ihn beobachten und sehen was passiert. Bis dahin schönen Vorfrühling...




Freitag, 26. Februar 2021

Portait

 Die Tulpe


Wer liegt ihnen nicht zu Füßen, diesen wunderbaren unkomplizierten Frühjahrsboten, die uns im Winter das Warten auf ihre Kollegen im Garten versüßt! Als Schnittblume, gerne mal schnell aus dem Supermarkt mitgenommen, kann man bis zu einer Woche Freude an dem Zwiebelgewächs haben. Nahezu in allen Farben wird sie, für kleines Geld, angeboten.

 


 

Das war nicht immer so, im 17.Jahrhundert, in Holland, hatte die Tulpe ca. 3.5 Jahre lang einen ganz besonderen Stellenwert! Im sognenanten "Tulpenrausch" wurden ihre Knollen mit Gold aufgewogen, sogar Häuser wechselten für diese Gewächse ihre Besitzer. Doch über Nacht brach der Markt ein und so manchem Händler, brachte dies seinen Ruin.  

 


 

 

Die aus Vorderasien stammende Schönheit wurde schon vor 4000 Jahren dort kultiviert und kam im 16.Jahrhundert nach Europa. Unsere Gartentulpe stammt von Wildformen ab, die Wildtulpe die bei uns in weiß/gelb blüht, steht unter Naturschutz. Sie wächst in Obstgärten oder Weinbergen.

 


 

 

Heute ist sie zu einem Massenartikel geworden. Allein in Holland werden jährlich 2 Milliarden Tulpen produziert und in alle Welt verkauft! Davon allein wandert die Hälfte nach Deutschland. Mittlerweile werden 400 verschiedene Sorten und Arten angebaut und der Jahresumsatz beläuft sich auf 300 Millionen Euro! Die Tulpensaison ist kurz, aber lukrativ.

 


 

 

Doch auch die Corona Krise macht vor dieser Pracht keinen Halt. Da die Zwiebeln schon 2019 gepflanzt wurden, mussten schätzungsweise 140 Millionen Tulpen im darauffolgendem Jahr geschreddert werden! Durch die Schließung vieler Blumengeschäfte und fehlender Privatfeiern, sankt der Verkauf. Die Zwiebeln   landeten als Kompost in der Biogasanlage (Spiegel 13.4.2020).

 


 


Ein Beispiel ist der Keukenhof. Letztes Jahr blühten 700 Millionen Tulpenzwiebel, doch an Öffnung war nicht zu denken. Corona machte einen Strich durch die Rechnung. 1300 Saisonarbeiter hatten keinen Job und 1,5 Millionen Besucher blieben aus! Ca. 22 Millionen Euro Umsatz kamen nicht zustande! 

 


 

Für dieses Jahr ist geplant den Park zu öffnen, vom 20. März bis zum 9. Mai.


In meinem Garten schieben sich schon die Triebe durch den Boden und zeigen das sie auch Lust auf Frühling haben. In ein paar Wochen ist der Garten wieder bunt und lebendig...


Freitag, 19. Februar 2021

Grabschmuck

 Todestag

 

Ein kleines Herz für ein Urnengrab, zum Todestag meines Schwiegervaters.

 


 

Aus dem Garten Efeuranken und Efeufruchtstände sowie Skimmienblüten ergattert, mehr gab es nicht zu holen! Diese 3 Werkstoffe bilden die Grundlage des Gestecks. Auf eine Herzunterlage mit frischem Steckschwamm gearbeitet ist dieses Herz lange haltbar.

 


 

Dazu gekauft habe ich weiße Rosen und Schleierkraut. Erstaunlich wie aus wenig Zutaten eine enorme Wirkung erziehlt werden kann!

Kleines Herz mit viel Power!




Grünzeug

 Convallaria oder Allium? Wenn die Bärlauchzeit losgeht liest, hört oder sieht man überall die erhobenen Zeigefinger "aber bloß nicht m...