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Willkommen auf meinem Blog - der Winter naht

Montag, 16. November 2020

Winterlich

 Die ersten winterlichen (adventlichen) Arrangements


Ich bin meiner Zeit immer etwas voraus. Vielleicht liegt es daran das ich Floristin bin und deswegen schon bevor alle anderen überhaupt an Advent denken, mittendrin bin. 

 


 

Es fängt immer ganz harmlos an. Zuerst werden die zu langen Eibenzweige geschnitten und im Wasser zur Seite gestellt. Irgendwann stören sie mich und die Herbstdeko geht mir auch auf die Nerven! Ganz klar, jetzt wird es winterlich.

 


 

Schnell erst mal alles wegräumen, um Platz für Neues zu schaffen. Überlegen, wo was hinkommt und wie die Terrasse aussehen soll. Welche Farbe wird dieses Jahr dominieren und was ist so alles im Keller verstaut?

 

Die Häuschen sind Marke Eigenbau und werden immer wieder aktiviert.
 

Aber erst mal die Grundlage schaffen für die weitere Planung. So, her mit dem Eibenrückschnitt und los gehts. Wie jedes Jahr brauche ich viele kleine und größere Bäumchen. Diese stecke ich mir in diverse Gefäße und lasse sie erst mal nur in ihrem grünen Kleid wirken. Am besten gefallen mir die hohen schmalen Bäumchen, die ich gerne in einer Reihung anordne.

 



 

Auch gruppiert, in verschiedenen Höhen präsentiert, dürfen sie an den unterschiedlichsten Orten wirken.

 


 

 

Die Terrase ist schon mal dekoriert, mal sehen was mir noch einfällt.
 

 

Die Blumenkästen werden mit Zweigen, Eibe, Efeu, Kirschlorbeer und Mahonie üppig gefüllt, um später den leuchtenden Kugeln eine Bühne zu sein. Da freue ich mich jedes Jahr drauf, wenn ich endlich meine gefühlt 1000 Kugeln wieder aktivieren kann.





Jetzt habe ich doch schon einiges an adventlichen Dingen hervorgekramt! Egal, mir macht es Freude und so kann ich mich länger daran satt sehen. Allerdings warte ich brav bis Totensonntag, erst danach werden die Lichterketten aktiviert. Dieses ungeschriebene Gesetz befolge ich.





Sonntag, 8. November 2020

Florales

 Rückschnitt

 

Da uns einige Eiben und die Glanzmispel buchstäblich über den Kopf wuchsen, wurden sie ordentlich gestutzt. Die brauchbaren grünen Teile kamen in einen Wassereimer, damit sie frisch bleiben, und ich im Laufe der Wintersaison auf sie zurückgreifen kann. So ein grünes Depot lege ich mir jedes Jahr an, um spontan meine Ideen umsetzen zu können.

 


 

Aktuell habe ich mir aus den beiden Grünsorten, in Kombination mit Hagebuttenfruchtständen, einige Werkstücke für den Garten angefertigt. Da wären meine beiden rostigen Stühle, die dezent mit je einem Kränzchen ausstaffiert wurden. Ein paar Äpfelchen dazu und die Inszenierung ist gelungen.

 


 

Die ersten Bäumchen, die ich über alles schätze, läuten den Weg in den Winter ein. 

 


 

 

Als Steckhilfe nehme ich die ausgedienten Gefäße von den Sommerblühern, da diese optimal durchwurzelt sind. Die Pflanzen werden abgeschnitten und der alte Wurzelballen schafft Stabilität für meine Gestaltungen. So kann ich auch gro0e und schwere Äste problemlos verarbeiten.

 


 

Eine kleine Girlande für den alten Küchentisch, ebenso aus Eibe, Glanzmispel und Hagebuttenfruchtständen gewickelt, motzt diesen hervorragend auf. 

 


 

Demnächst sind meine Balkonkästen dran, die ebenfalls mit Grünzeug gesteckt werden. Dazu gesellen sich dann noch Mahonie (die ich jedes Jahr so in Schach halte) und Kirschlorbeer.

 


 

Wie wunderbar, wenn man aus dem eigenen Refugium, den Werkstoff für winterliche Dekorationen, schneiden kann.

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Florales

 Hokaido

 

Es schreit alles und jeder nach Kürbissen! Meine bessere Hälfte hasst sie. Mindestens einmal im Jahr gibt es Kürbissüppchen, dass isst er natürlich, aber mit wenig Begeisterung. 

Bevor die Riesenfrucht in den Kochtopf wandert, hat sie noch einen leuchtenden Auftritt! Zusammen mit einem Sammelsurium aus dem Garten und einer passenden Schale ziert sie noch einige Zeit meinen Couchtisch.

 


 

Hier ein paar Aufnahmen... 




Das tolle an herbstlichen Werkstücken ist, dass wirklich alle Farben und Formen zusammenpassen! Je bunter, üppiger und wilder, umso besser. Relativ einfach kann man so etwas arbeiten. Man benötigt eine Schale, einen Kürbis, egal in welcher Größe und alles was der Garten noch hergibt. Außerdem Steckschaum und ein Gefäß um den Kürbis zu erhöhen. Das Gefäß (Glas, Plastikschälchen) wird mittig platziert, der Kürbis darauf gesetzt, nassser Steckschaum um das Gefäß gelegt und los gehts. Nun nach und nach die Fundstücke aus dem Garten in den feuchten Steckschwamm einarbeiten. Die Äpfelchen zum Schluss mit einem Holzstecker in dem Kranz fixieren. Hält vielleicht bis zum 1. Advent...





Donnerstag, 22. Oktober 2020

Florales

Üppiger Herbstkranz

 

Bevor der erste Frost den letzten Hortensienblüten ihre Farbe raubt, stiebitze ich sie und verarbeite sie in einem Kranz. Kombiniert mit Hagebuttenfruchtständen, Heiligenkraut, Sedum, Kirschlorbeerblätter, Salbei und Callunen, entsteht eine herbstliche Symphonie!

 

 Das Chaos, bevor das Werk seinen Lauf nimmt... 


Um Kränze in sämtlichen Variationen, kommt man im Herbst/ Winter nicht drumherum! Ob klein oder groß, dick oder schlank, alle finden ihren Platz und lassen uns diese Seelennahrung genießen. Spätestens zum Advent werden die herbstlichen Kränze umdekoriert oder finden im Garten ihre letzte (dekorative) Ruhestätte.

 


 Ob frei gewickelt, gesteckt oder gewunden, jeder Kranz ist ein Unikat und macht stolz, wenn er aus der eigenen Hand entstanden ist. Selbst nur aus einem Werkstoff (zB: Efeu oder Blättern) gearbeitet, kann eine großartige Wirkung erzeugen. 



Und weil der Kranz gelungen ist, wurde auch gleich aus den Resten die Terrasse herbstlich geschmückt!

Dem Balkonkasten wurden die Geranien genommen und mit winterlichem Grün, Ästen und Zieräpfelchen bekam er ein neues Gesicht. An seiner Seite platzieren sich Tontöpfchen, die ihn optisch unterstützen.


Schnelle Inszenierung...


 Terrassentischdeko


Impressionen




Samstag, 17. Oktober 2020

Unaufgeräumte Gärten

 Herbstchaos

 

Nun ist es soweit, der Garten verfällt langsam in sein winterliches Chaos! Die letzten Blüten versuchen noch etwas Farbe zu liefern, doch das morbide Kleid des Herbstes liegt schon bereit. Obwohl die Herbstastern ihr Bestes geben und in üppiger Pracht in allen Bereichen des Gartens helle Akzente setzen, ist klar, die Saison neigt sich dem Ende. 

 


 

Oder besser gesagt, die nächste Saison, nämlich die winterliche, klopft an! Doch wie gehe ich damit um? Was mache ich mit meinen Stauden, welche müssen stehen bleiben, welche können abgeschnitten werden?

 Da ich mittlerweile auf meiner Agenda ganz oben die "Rettung" der Insekten stehen habe, muss ich dementsprechend auch meinen Garten dafür rüsten. Oder besser gesagt die Finger von den Reststauden lassen. Ich versuche so wenig wie möglich im Garten "aufzuräumen", auch wenn das meinem ästhetischen Empfinden widerspricht. Am Anfang dieser Periode sieht alles noch malerisch aus. Wenn die Gräser sich stolz im Wind räkeln, die Hagebuttenfruchtstände vor Gesundheit strotzen, die letzten Rosenblüten zeigen, dass sie auch jetzt noch dem vergehenden Sommer die Stirn bieten und die Äpfel am Baum rote Wangen bekommen.

 Doch wie schnell ist das Vergangenheit und die garstige Zeit beginnt. Dann, wenn alles braun wird, zusammen rutscht, abknickt oder zermatscht die Erde küsst.

 


 

Egal, da muss man durch, denn in jedem Stängel, Blatt oder Fruchtstand kann sich neues Leben verbergen. Lassen wir wilde Ecken zu, kehren wir das Laub auf die Beete, legen die Hände in den Schoß und warten auf den März. Dann darf "aufgeräumt" werden.

 



 

Konzentrieren wir in dieser Zeit unsere Aufmerksamkeit auf die Vögel, die nun Unterstützung brauchen und uns als Flugakrobaten tolle Schauspiele liefern. Ein, zwei Futterplätze im Garten und das Programm läuft! Durch das nicht mehr vorhandene Laub an den Bäumen, kann man die quirligen Federlinge nun bestens beobachten.

 



 


 




Genießen wir die ruhige Jahreszeit...

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Wasser

 Leben am und im Teich

 

 

Nachdem wir extremen Algenwuchs mit einem banalen Mittel, nämlich Eichenholz, in den Griff bekommen haben, zeigt sich was da so alles im Teich los ist. Libellenlarven, leider optisch keine Heidis, tummeln sich in den unteren Regionen. Furchenschwimmer jagen durch ihr Revier und Molche in allen Größen ziehen wie Kleine Haie ihre Runden. Nicht zu vergessen die wunderbaren Posthornschnecken, Spitzschlammschnecken und Sumpfdeckelschnecken.

 

 

 

Auch Wespen sind durstig und nutzen den Bachlauf.

 

 

Was noch so alles seinen Lebensraum gefunden hat ist winzig oder eher unansehnlich. Einige kommen Blutegeln nah und machen keine Lust auf nähere Bekanntschaft.

 

 

 Kreuz und Quer schießen Wasserläufer über die Oberfläche, man könnte denken, dass sie Schlittschuhe tragen, so elegant bewegen sie sich.

 

 

Doch die Stars sind die Libellen, die in anmutiger Eleganz darüber schweben!


 

 


Der schwimmende Stern, bringt Farbe aufs Wasser.


Gerne würde ich meine Neuzuwanderer zeigen, doch die kleinen Teichmolche haben keine Lust auf Fotoshooting! Letztes Jahr zum ersten Mal entdeckt, haben sie sich ordentlich vermehrt. Jetzt haben sie den Teich verlassen und sind wahrscheinlich unter den Totholzhaufen gekrochen, um dort den Winter zu überstehen. Dieser bietet Schutz und Nahrung, ich bin schon gespannt wie viele nächstes Jahr den Teich wiederbesetzen werden.


Montag, 5. Oktober 2020

Herbstlicher Spaziergang

 Was fruchtet denn da?

 

Bei einer kleinen Wanderung im Rhein/Main Gebiet, kann man staunen was die Natur alles auftischt!

 Crataegus laevigata, Weißdorn


 Rosa canina, Wildrose


 Cornus sanguinea, Hartriegel


 Pyris communis, Birne

 
 Prunus spinosa, Schlehe

 

Ligustrum vulgare, Liguster


Hagebutten


Rosengallenwespen suchen zur Eiablage die Wildrose auf. Dort werden an die Knospe Eier abgelegt und ein Sekret eingespritzt. Dieses fördert den Wuchs eines Gespinnst, das zur Überwinterung dient. Im Frühjahr schlüpfen dann die nur 5mm großen Gallenwespen.


Malus, Apfelbaum



 Durch die Landschaft zu stromern, in einem Ballungsgebiet, ist immer wieder interessant. Erstaunlich wie wenig Menschen dieses kostenlose Freizeitangebot nutzen! Lediglich Jogger, ein paar Radfahrer oder Gassigeher kann man erspähen. Ich glaube wenn man Eintritt verlangen würde, wäre richtig was los im Feld. Mir kann es nur Recht sein, denn so hat man seine Ruhe und kann neugierig versuchen die letzten natürlichen Relikte zu finden.

Winterlich

 Die ersten winterlichen (adventlichen) Arrangements Ich bin meiner Zeit immer etwas voraus. Vielleicht liegt es daran das ich Floristin bin...