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Samstag, 27. Januar 2024

Insekten

 Von Spezialisten und Generalisten...


Ein großes Thema: Insekten!


Um diese kleinen, flinken Flugobjekte und Krabbeltierchen zu studieren, muss man viel Geduld aufbringen. Ich bewundere immer wieder Menschen, die es schaffen diese in Bildern festzuhalten!

Mit 60% stellen die Insekten die artenreichste Tiergruppe dar. In Deutschland leben 33.000 bekannte Insektenarten.



Besuch auf Goldlack


Viele Insekten bei uns sind Generalisten. Das bedeutet das sie nicht wählerisch sind was ihre Nahrungsaufnahme angeht. Ihnen geht es relativ gut, doch stehen sie in Konkurrenz zu den Spezialisten.

Die Honigbiene ist ein Generalist. Sie braucht Massentracht (Raps, Akazie, Obstgehölz), damit sie mit genug Futter über den Winter kommt. Sie fliegt bis zu 3 Kilometer weit und ist in der Obhut des Imkers.

Einige Wildbienen dagegen suchen bestimmte Pflanzen auf und ihr Flugradius ist wesentlich kleiner (100-1200m). Sie sind darauf angewiesen diese Wirtspflanzen in unmittelbarer Nähe zu finden. Ihre Lebenszeit beträgt ein paar Wochen. Die Glockenblumen-Scherenbiene ernährt ihre Brut ausschließlich mit Pollen und Nektar von Glockenblumen.


Rosenkäfer im Mädesüß


Spezialisten sind Insekten die ihre Nahrung nur auf bestimmten Pflanzen finden. Das bedeutet für diese Spezies das die Auswahl und das Angebot begrenzt ist. Da aber auch die Generalisten sich an diesen Pflanzen bedienen, wird die Nahrung knapp. Mit heimischen Wildstauden kann man dem entgegen wirken.


Libelle


Einer der ersten Schmetterlinge der an sonnigen und noch kalten Tage durch unsere Gärten flattert, ist der Zitronenfalter. Er überwintert als Falter frei im Gebüsch und nicht wie die meisten Schmetterlinge als Ei oder in einer Puppenhülle. Durch sein körpereigenes Frostschutzmittel nimmt er keinen Schaden.


 Lounge zum wohlfühlen...


Auf der Suche nach Nahrung wird er bei Seidelbast, Schlüsselblumen, Pestwurz oder Salix (Weiden) fündig. Später geht es dann auf Partnersuche. Zur Eiablage werden Kreuzdornarten und Faulbaum benötigt, wobei der Faulbaum bevorzugt wird.


Distel


Der Zitronenfalter ist der Schmetterling mit der längsten Lebenserwartung, er kann bis zu einem Jahr alt werden. Hitzeperioden übersteht er versteckt in einer Sommerruhe. Die Kartäusernelke wird gerne von ihm aufgesucht.


Kugeldistel


Die Blätter vom Faulbaum schmecken 28 Raupen unterschiedlicher Schmetterlingsarten. Auch die unscheinbaren Blüten, die den ganzen Sommer erscheinen, bieten reichen Nektar.


Faulbaum


Ohne diese Raupenfutterpflanzen hätte der Zitronenfalter keine Nachkommen! Leider verschwindet der Faulbaum aus unseren Wäldern und Hecken. In unseren Gärten hält er ebenso wenig Einzug, da andere Sträucher mehr für unser Auge bieten! Doch falls irgendwo im Garten eine Stelle sein sollte, wo nichts gedeihen will, dann pflanze man einen Faulbaum! Er kommt mit den schlechtesten Bedingungen zurecht. Schattiger Standort, saurer oder feuchter Boden, egal. Hier kann man den Faulbaum platzieren und im Garten sicherlich bald den Zitronenfalter begrüßen.


Heimische Pflanzen pflanzen, für Insekten...

Freitag, 19. Januar 2024

Prunus laurocerasus

 Kirschlorbeer


Wahrscheinlich wird er in keinem Garten fehlen, leider! Prunus laurocerasus, so sein lateinischer Name, steht auf der grauen Liste der potentiell invasiven Pflanzen! Jetzt werden viele entsetzt sein und fragen: Warum? Dieser Strauch vermehrt sich so schnell, das heimische Gehölze keine Chance mehr haben sich zu etablieren. Durch Vogelflug werden die Samen überall verteilt. Er keimt zuverlässig und ist schnellwüchsig. Alles an ihm ist giftig.



Salweide-wertvolle Trachtpflanze, spendet Pollen und Nektar


Außerdem bietet er fast nichts für die Tierwelt! In einem Gespräch mit einer Freundin stieß ich auf Nichtverständnis. Sie erzählte mir das in Ihrem Strauch unzählige Amseln sich an den schwarzen Früchten laben und im Frühjahr die weißen Blüten Insekten anlocken würden. Das stimmt, doch gerade Amseln verteilen die Samen bestens und tragen zur Verdrängung heimischer Gewächse bei. Die Blüten werden ausschließlich von Generalisten besucht und das Laub stellt keine Futterpflanze dar. Generalisten sind Insekten die sowieso überall Pollen und Nektar sammeln können. Doch es ist wichtig für die "Spezialisten" unter den Insekten Nahrungsquellen zu schaffen.



Weißdorn


Es gibt so viele heimische Sträucher die für die Tierwelt den Tisch decken. Den Anfang macht die Kornelkirsche mit ihren wunderbaren kleinen zartgelben Blüten. Nach der Bestäubung reifen rote Beeren, die ein Eldorado für Vögel sind. Der Weißdorn, der Faulbaum, der Holunder, die Vogelbeere, die Pimpernuss, der Blasenstrauch oder das Pfaffenhütchen laden ebenfalls zum Festschmaus ein.



Blasenstrauch


Wer einen immergrünen Sichtschutz sucht, wird bei den Eiben fündig. Diese heimische Strauchart bietet Nahrung und Unterschlupf.


Ein Plädoyer für heimische Gewächse. Exoten haben wir genug in unseren Gärten, die für unsere Tierwelt an Nahrung nichts bieten! Ich habe mich vor vielen Jahren von Forsythien, Rhododendren und Koniferen verabschiedet. Trotzdem gibt es noch genug andere Gewächse in meinem Garten, die darauf warten von wertvolleren Pflanzen ersetzt zu werden. Die Liste ist lang! Das ist natürlich auch mit Anstrengung, Zeit und Kosten verbunden.


Langsam kommt man auch ans Ziel...


Freitag, 12. Januar 2024

Grün

 Moos im Garten


Ein winterlicher Gartenrundgang, bei Minus Temperaturen. Auf der Suche nach Moos, wurde ich an einigen Stellen fündig.



Moose filtern Feinstaub und Schadstoffe aus der Luft, speichern Wasser und sind wunderbar weich, deswegen sollte man froh über diese Gartenbewohner sein. Das besondere an Moosen ist die Wechselfeuchte. Sie können sich der Umgebungsfeuchte anpassen und sind resistent gegen Austrocknung.



Moose gelten als die ältesten Landpflanzen, sie können bis 10.000 Jahre alt werden. Sie bieten Lebensraum für Kleinstlebewesen, Spinnen, Schnecken, Milben, Springschwänze oder Käfer.




Für Rasenfanatiker ist Moos ein Albtraum! Neben Weißklee fühlt es sich auf ausgelaugten, schattigen und verdichteten Stellen wohl. Da hilft selbst vertikutieren nicht.



Beim Sammeln von Moos im Wald gilt die "Handstraußregel". Diese besagt nur eine geringe Menge zu entwenden und das an zugänglichen Stellen. Geschützte Arten wie Torf-,Weiß- und Hainmoos sind tabu! Doch wer kann diese erkennen? Deshalb am besten gleich zum Gärtner und das Moos dort käuflich erwerben!






Bei mir finden sie Lebensraum auf Sandsteinen. Dieser wassersaugende Stein ist eine optimale Grundlage. Auch alte, vergehende Holzteile bieten Nährboden. Natürlich darf auch im Rasen campiert werden oder auf Gartenwegen.





Balu bettet seinen Allerwertesten auch auf dem grünen Teppich...

Freitag, 5. Januar 2024

Florales

 Wandkranz


Die Weihnachtsdekoration ist demontiert und wieder im Keller gelandet, also muss was neues her!





Ab in den aufgeweichten, matschigen Garten und schauen was es zu holen gibt. So ungefähr schwebt mir schon vor was ich brauche und schneide zuerst die Korkenzieherweide. Diese dient mir als Gerüst für den Wandkranz. Also hiervon eine ordentliche Menge.




Dann lasse ich meine Augen schweifen und werde fündig! Weinraute, Elfenblumen Blätter, Christrosen Blätter, Kletterhortensien Zweige, Chinaschilf, Efeu, Farn, Heiligenkraut, Lärchenzweige und aus dem Fundus noch ein dicker Wollstrang.




Es kann losgehen. Zuerst aus den Korkenzieher Zweigen einen großen Kranz winden. An einigen Stellen mit Draht fixieren, um Stabilität zu erzielen.

Dann mit Wickeldraht die geschnittenen Blätter und Zweige an den Kranz binden. Ca. ein Drittel des Kranzes üppig umwickeln.




Zu guter Letzt noch einige Zapfen seitlich pendeln lassen und das Modell an die Wand gehängt.

 

Ich bin zufrieden mit meinem Null Euro Werk. 

Regen

 Wasserschaden... Wenn ich durch meinen Garten schreite, sehe ich die Pflanzen, die schwer angegriffen sind von den Regenmassen der letzten ...