Luisengarten auf www.Stephanotis.de Mein Garten Über mich

Laufband

"Am leuchtenden Sommermorgen geh ich im Garten herum. Es flüstern und sprechen die Blumen, ich aber, ich wandle stumm. (Heinrich Heine).

Montag, 17. Januar 2022

Lumbricidae

 Nix los


Da sitzt man vor einem leeren Blatt und überlegt was man in dieser ungrünen und unbunten Jahreszeit über den Garten schreiben könnte. Tja, da muss ich die grauen Zellen schon ganz schön aktivieren und in den hintersten Synapsen suchen um fündig zu werden.

Pflanzen mäßig muss ich aktuell passen, doch ein Gartenfreund macht mir im Moment besonders viel Spaß.


 Der Bohrgräber!


Einer der wichtigsten Mitarbeiter in meinem Garten, ist der Regenwurm. Unermüdlich macht er „schwarzes Gold“, ein Dung der besser nicht sein könnte. Altes Laub, Pflanzenreste und Mikroorganismen gehören auf seine Speisekarte und sein Kot düngt die Erde. Er schichtet Nährstoffe von oben nach unten, lockert und belüftet den Boden.


Obwohl er blind, taub und stumm ist, gehört er zu den stärksten Tieren der Welt! Der Bohrgräber kann das 50-60 fache seines eigenen Körpergewichtes stemmen. So schafft er sich seine unterirdischen Gänge.


Wenn ich graben muss hoffe ich darauf keinen Regenwurm zu erwischen. Geschieht dies doch kann immerhin der vordere Teil, also das Kopfende mit genügend Darm, weiterleben.


Ein Leckerbissen für jede Amsel, wenn an einem Regentag die fleißigen Minenarbeiter, an die Oberfläche kommen.


Doch momentan hat die Amsel kein Glück, die Regenwürmer zeigen sich nicht


Durch intensive landwirtschaftliche Nutzung ist der Regenwurm bedroht. Insekten- und Pflanzengifte setzen ihm zu, ebenso wie Brachliegende Flächen (Schwarzbrache) auf denen er keine Nahrung findet.


Der Rasen ist übersät mit den Ausgrabungen der fleißigen Bohrgräber, in ein paar Wochen ist alles wieder weg!


Ihre Haut ist so empfindlich, dass sie durch Hitze und Sonneneinstrahlung sterben! Deswegen Regenwürmer an sonnigen Tagen retten! Aus der Sonne nehmen, in den Schatten bringen und am besten unter ein Blatt legen. So kann er wieder in das Erdreich finden.


Ein kleiner Freund, der für uns Alle unverzichtbar ist und deshalb eine Hommage verdient hat!


Dienstag, 11. Januar 2022

Lebenszeichen

 Es tut sich was...


Bei einem  Kontrollrundgang durch den vom Herbst/Winter gezeichneten Garten, blitzten mir die ersten grünen Spitzen entgegen. Muscari und Galanthus wagen sich schon aus dem Boden und lassen die Hoffnung aufkeimen, das es wieder bergauf geht! Ich muss schon genau hinsehen und stellenweise die Restbestände der alten Stauden beiseite räumen um mir diese Freude zu gönnen. 







Auch wenn der Rasen eher aussieht als hätten Mini Maulwürfe ganze Arbeit geleistet, ist ganz klar, natürlich waren das die Regenwürmer. Kaum zu glauben das die grüne Fläche in ein paar Wochen wieder halbwegs zu begehen ist. Zwischen den kleinen Schlammhügelchen machen sich zuversichtlich Gänseblümchen breit, die bei milderen Temperaturen gerne ihre weißen Röckchen zeigen.

Auch die Zweige einiger Bäume und Sträucher machen Mut und strecken mir ihre Knospenansätze entgegen. Am besten gefällt mir die Kletterhortensie, die trotz unzähliger brauner Blüten, mutig ihre grünen Spitzen präsentiert.



Gut das an einigen Stellen im Garten Efeu seine Dominanz den ganzen Winter über zeigt! Seine saftig grünen Blätter, seine Ranken und vor allen Dingen die wunderschönen Fruchtstände lassen das Auge dort ruhen. Er dient im Frühjahr als Nistplatz für Vögel, die Bienen holen sich den Nektar seiner Blüten und Vögel freuen sich über die schwarzen Perlen im Winter. Außerdem wohnen dort unzählige Insekten zur Freude der Federlinge.







Auch einige immergrüne Gräser bieten Oasen. Sauergrasgewächse (Carex) in  unterschiedlichen Form- und Farbschattierungen setzen ruhige Akzente. Diese pflegeleichten Gartenbewohner muss ich im Frühjahr immer wieder in ihre Schranken weisen, da sie sehr wuchsfreudig sind!




Unter der Laubschicht schlafen noch fast alle Stauden, doch die Christrose zeigt jetzt ihre Knospen. Bei diesen milden Temperaturen werden sie demnächst ihre Blüten öffnen. Viburnum bodnantense zeigt schon ein wenig Farbe, bald wird er auch seinen Duft verströmen, daher auch sein Name: Duftschneeball.



Es juckt schon in den Fingern mit dem "Aufräumen" im Garten zu beginnen, doch die Vernunft sagt -Nein! In den abgestorbenen Stängeln der Stauden wohnen wahrscheinlich Insekten und Kleinstlebewesen, denen ich damit ihren Lebensraum nehmen würde. Außerdem sind diese Tierchen wiederum Nahrung für andere Kandidaten und die Vögel freuen sich im Frühjahr über ein reichhaltiges Buffet. Also, Schere weg, Augen zu und die Aktion auf später im Jahr verschieben. Ende Februar fange ich langsam an damit. Die abgeschnittenen Stiele und braunen Blätter sammle ich bis Anfang April in einer Gartenecke, damit noch verbliebene Insekten die Chance haben zu entkommen. Was dann bröckelig übrig bleibt verteile ich auf die Beete, als Mulch. Da ich keinen Kompost habe wandert der Rest zum Grünabfall oder auf die Totholzhaufen.




Jedes Jahr im Januar/Februar schneidet mein Mann die alte Esche. Es fallen jede Menge lange gräuliche Zweige an, mit denen man Zaunelemente oder andere Objekte anfertigen kann. Mir gefallen die "Wigwams" immer gut von denen habe ich einige im Garten platziert.




Die Hühner warten geduldig auf angenehmere Temperaturen.












Florales

 Rund und bunt... Kränze kann man immer gebrauchen! Vor allen Dingen im Herbst, wenn der Garten so einiges abwirft. Das kam mir gelegen, den...