Laufband
Freitag, 13. August 2021
Sonntag, 8. August 2021
Üppigkeit
Dschungel in the city
Wenn ich jetzt in meinem Garten stehe und mir alles so betrachte, habe ich das Gefühl, hier hat die Natur einen Wachstumsschub hingelegt, wie ich ihn noch nie erlebt habe! Ich liebe es, wenn es wild und üppig zugeht, doch momentan machen mir meine Pflanzen Angst! Durch die ordentlichen Wassergaben der letzten Monate haben die Bäume und Sträucher all das an Wuchs nachgeholt, was sie in den vorherigen trockenen Jahren nicht leisten konnten.
Ob Bäume oder Sträucher alles ist so riesig geworden, dass ich ständig mit der Astschere unterwegs bin und mir meine Wege zurückerobere. Manchmal wünsche ich mir eine Machete, um diesem Dschungel gerecht zu werden. Berge von Grünabschnitt werden am Wochenende zur Kompostanlage gebracht, da im Garten kein Platz mehr ist, um diese Massen zu bewältigen.
Das Grünzeug wächst mir maßstäblich über den Kopf!
Doch das Jammern hilft nichts, ab ins Gebüsch und wieder Freiräume schaffen. Den Hainbuchenbogen habe ich schon getrimmt.
Meinen Weg im Vorgarten kann man nur noch erahnen, er ist komplett zugewuchert, obwohl ich schon einmal eingegriffen habe!
Da ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte nicht zu gießen, dies bis jetzt auch eingehalten habe, ist es interessant zu beobachten wie sich die einzelnen Pflanzen entwickelt haben. Keine hat bisher den Geist aufgegeben, lediglich der Phlox schrie gelegentlich nach Wasser. Das erledigte irgendwann der Regen.
Ganz klar ist zu sagen, wenn wir nicht solche Wassergaben gehabt hätten würde mein Garten anders aussehen. Nachdem ich dieses Jahr eine Erholungspause in Punkto gießen eingelegt habe, werde ich nächstes Jahr wahrscheinlich wieder den Schlauch aktivieren.
Ein Experiment das Dank des Regens nicht gescheitert ist.
Sonntag, 1. August 2021
Spätes Glück
Erwachen eines alten Hauses
Wenn Corona nicht gekommen wäre, hätte dieses kleine Anwesen wahrscheinlich niemals seine schönen Seiten präsentieren können!
In einem kleinen Dorf im Spessart wird dieses Kleinod seit einigen Monaten von zwei Individualisten nach und nach aufgehübscht. Doch der Reihe nach.
Uli und Wolfgang haben vor vielen Jahren schon einem Fachwerkhaus aus dem Dornröschenschlaf geholfen. Dort war mittlerweile alles perfekt (Schöner wohnen), Corona hielt Einzug und die beiden langweilten sich. Was nun? Fernsehen oder noch einem alten Haus Leben einhauchen? Die Entscheidung fiel schnell und nun wird wieder gewerkelt und die Ideen sprudeln aus den beiden heraus. Das tolle daran ist, dass zum Großteil Werkstoffe verarbeitet werden, die sie im Haus und in den vielen Nebengebäuden gefunden haben. Holz in allen Variationen, Steinplatten, Sandstein und vor allen Dingen alte Holzleitern. Diese dienen als Geländer, Rankhilfen oder Minizaun.
Da der "Vorgarten" komplett betoniert war, musste erst mal dort Luft gemacht werden, für einen Apfelbaum, Rasen und eine Ligusterhecke. Rund um den Holzzaun wurden Ziersträucher gepflanzt, nachdem der Beton weg war. Es werden noch mehr zementierte Flächen frei gelegt, doch langsam, nach und nach.
In verbeulten Zinkeimern blühen aktuell Geranien und die olle Milchkanne liegt dekorativ im Pflanzkübel. Jede Ecke, jeder Winkel lädt das Auge zum Verweilen ein und man staunt über die Umsetzung der gefundenen Utensilien. Obwohl immer noch viel betonierte Fläche zu sehen ist, macht der Vorgarten einen einladenden Eindruck. Hier sind Zwei am Werk die Ihr Handwerk verstehen!
Die Farbe Rot zieht sich konsequent durch die Außenfassade, somit erhält der Gebäudekomplex eine Gesamtwirkung. Unterstütz durch blühfreudige Geranien wird die Farbe noch unterstrichen.
Auch im hinteren Gartenteil findet man diese Farbgebung, zum Beispiel an Klappläden wieder.
Ein kleiner Gemüsegarten versorgt die Beiden und lässt den Blick in die Landschaft gleiten.
Ein Hingucker ist der Zaun, der aus den unterschiedlichsten Brettern zu einem Ganzen geworden ist! Er setzt Grenzen, der Weitblick auf die romantische Kirche aber, bleibt erhalten.
Einfache und natürliche Deko bekleiden die Begrenzung.
Aus den Sandsteinen sind ruhige Bodenelemente entstanden, die den Weg weisen.
Der Innenausbau wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen, denn es werden keine Handwerker beauftragt.
Die Scheune zeigt schon ein wenig wie so langsam aus dem Trümmerfeld, ein Atelier oder Künstlertreffpunkt entsteht.
Kleine Details lassen erkennen welch ein Schmuckstück bald zu sehen ein wird!
Zum Abschluss muss ich noch erwähnen, dass Uli, die Hausherrin gerade auf der Baustelle Ihren 70. Geburtstag gefeiert hat! So viel zum Ruhestand. Hier passiert einiges, dass täglich neue Herausforderungen stellt!
Doch für dieses Team, no Problem.....
Freitag, 23. Juli 2021
Rot
Färbungen
Es ist kaum zu glauben, doch die ersten Blätter verfärben sich und lassen den Spätsommer erahnen!
Die Akelei (Aquilegia) und der Storchenschnabel (Geranium) zeigen es deutlich, wir haben den Zenit überschritten.
Auch der Federmohn (Macaleaya cordata) lässt in seinen Blütenständen rot erkennen.
Der Perücken Strauch (Cotinus coggygria) oder die Blutbuche (Fagus sylvatica) zeigen schon beim Austrieb ihre Farbe und setzen im Garten farbliche Akzente. Besonders reizvoll wirkt es wenn die Sonne in die Blätter scheint und die dunklen Farben zum glühen bringt. Hier kann man erahnen welch eine Farbscala sich im Blatt befindet.
Durch den den Farbstoff Cyanidin bekommen die rotlaubigen Pflanzen ihre Ausdruckstärke. Diese dunklen, meist Bäume oder Sträucher setzen wunderbare Akzente zu den unterschiedlichen grünlaubigen Nachbarn.
Auch in der Vase, kombiniert mit allerlei Blüten sind diese dunklen Typen ein Hingucker.
Dienstag, 13. Juli 2021
Hortensien
Die Wassersüchtigen
Der Name: "Hydrangea" sagt schon einiges aus! Diese Pflanzen sind durstig! Trotzdem ich in diesem Jahr noch nicht ein einziges Mal den Garten gewässert habe sehen die Hortensien gut aus. Das ist den Wassermengen zu verdanken die sich die letzten Wochen im ganzen Land ergossen.
Meine "Mutprobe" dieses Jahr den Schlauch nicht zu aktivieren hat sich bis jetzt ausgezahlt. Mal sehen was die nächsten Monate bringen, ich bleibe hart. Alles an Pflanzen, die diese Maßnahme nicht überleben, machen Platz für weniger durstige Gesellen. Das mag herzlos klingen, doch die letzten beiden Jahre war ich Gießsklave meiner eigenen Bepflanzung. Das soll sich ändern.
| Hydrangea macrophylla |
Nichts destotrotz liebe ich diese dickköpfigen Hingucker, deswegen habe ich vor vielen Jahren einige unterschiedliche Sorten gepflanzt. Riesig und mondän kommt die Eichenlaubhortensie daher. Mit ihren schweren weisen tropfenförmigen Rispen, schon beindruckend.
| Hydrangea quercilfolia |
Dagegen sieht die Samthortensie eher blass aus. Um ihre Blüten zu entdecken, muss man schon genauer hinsehen.
| Hydrangea sargentiana |
Die Rispenhortensie wirkt trotz ihrer Größe, leicht und transparent. Momentan machen sie sich für ihren Auftritt bereit, in ein paar Tagen werden sie Farbe bekennen.
| Hydrandea paniculata |
Jedes Jahr besticht die Kletterhortensie mit ihrer gesunden Wuchsfreudigkeit. Brav versteckt sie die schäbige Garagenwand, ohne jemals ernsthaft irgendeine Art von Zuwendung meinerseits erhalten zu haben. Ein Stiefkind meines Gartens das sich problemlos in ein Prachtexemplar gemausert hat.
| Hydrangea anomala |
Die eleganteste aber ist, ohne Zweifel, die Schneeballhortensie! Mit ihren riesigen creme/grünen Kugeln steht sie stolz und majestätisch selbst in der letzten Ecke. Leider schmeckt sie auch den Nacktschnecken, deswegen werden meine nie so prachtvoll wie es mir wünschen würde.
| Hydrangea arborescens |
Und dann natürlich die Bauernhortensien, die sich überall in meinem Garten befinden. Die brauche ich im Spätsommer für alle floristischen Aktivitäten. Ob Strauß, Gesteck, Kranz oder pur, sie werten jedes Werkstück auf.
| Hydrangea macrophylla |
| Hydrangea macrophylla |
So, nun ist der Hortensiengartenrundgang beendet und ich hoffe auf eine Wetterlage mit abwechselnd Sonne und Regen.
Donnerstag, 1. Juli 2021
Blütenpracht
Bitte Platz nehmen
Seit ca. 15 Jahren steht der Rosenbogen bei uns im Garten. Eine Ramblerrose (vermutlich Super Dorothy) die ich damals spontan kaufte umrahmt ihn jedes Jahr aufs Neue. Obwohl vor 2 Jahren Sturmtief Benedikt das schwere Gestell samt üppiger Rose in den Amberbaum schleuderte und die Rose komplett gestutzt werden musste, hat sie sich blendend erholt.
Dieses Jahr zeigt sie sich besonders blühfreudig und der Mehltau der sonst jedes Jahr gerne ihr schönes Laub in ein schmuddeliges Grau verwandelt, hat sich bisher noch nicht eingestellt!
| Super Dorothy nach einem heftigen langanhaltenden Regenguss |
Ein reges Treiben findet in ihrem Astgewirr statt, wenn die Spatzenarmee einfällt und Honigbienen finden an den halbgefüllten Blüten, etwas zum naschen. Als Ruheplatz nutzt unser Kater Balou dieses schattige Plätzchen und Lotte unsere neue Mitbewohnerin (Hund aus dem Tierschutz) döst auch gerne mal zwischen den Kissen.
Morgens dient er mir, wenn ich meinen Kaffee zu mir nehme und die ersten Sonnenstrahlen genieße. So langsam beginnt er Rost anzusetzen, den wir brav behandeln, mal sehen, wie lange er noch die schöne Last tragen kann.
"American Pillar" trägt aktuell massenhaft Blüten. Auch sie ist Mehltau anfällig, doch bisher, nichts zu sehen. Anscheinend ist das Wetter dieses Jahr für die Rosen bestens geeignet! Lediglich die dicken, gefüllten Blüten leiden bei diesen Wassermassen, werden braun und lassen die Köpfe hängen.
| American Pillar |
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