Luisengarten auf www.Stephanotis.de Mein Garten Über mich

Laufband

„Die Bäume fahren im Frühling aus der Haut" Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Donnerstag, 11. Juli 2024

Wilde Karde

 Heimische Wildstaude


Seit ein paar Jahren stelle ich meinen Garten auf heimische Stauden um. Seitdem ich nicht mehr gieße haben sich einige durstige Pflanzen verabschiedet und Platz gemacht für heimische Wildstauden. Diese locken Insekten an und bieten Nahrung, Kinderstube und Schlafplätze. 




Ein markantes Beispiel für eine gelungene Integration ist die wilde Karde! Letztes Jahr gepflanzt, hat sie dieses Jahr ihren Höhepunkt erreicht. Ohne großartige Fürsorge meinerseits hat sie die 3m Marke fast geknackt.




Diese heimische Wildstaude die den botanischen Namen: Dipsacus fullonum trägt gehört zu den Geißblattgewächsen. Sie ist zweijährig, vermehrt sich durch Samen, trägt im Juli-August unscheinbare lila Blüten, die duften. Wildbienen und Schmetterlinge nutzen das reichhaltige Nektar Angebot, während Raupen sich am Blattgrün gütlich tun. Im Winter laben sich Vögel (Distelfink) an den Samen. Schnecken meiden sie, da sie stachelige Stiele und Blätter hat.




Da die röhrenartigen Blüten sehr lang erscheinen, sind sie für langrüsselige Insekten wie Hummeln oder Schmetterlinge wie gemacht. Am Stängel und Blattansatz findet man eine Trinkgelegenheit, die einem Trichter ähnelt und sich bei Regen mit Wasser füllt. Hier bedienen sich Vögel und Insekten, doch so manches Kleinstlebewesen findet den Tod durch ertrinken.





Wer Karden sät, wird Stieglitze ernten...

Zitat von Tausend Gärten, Tausend Arten

Donnerstag, 4. Juli 2024

Lauch

 Abfall


Was aus einem Lauchstrunk werden kann, wenn man ihn nicht kompostiert!





Im März habe ich mehrere Lauchreste (mit Wurzeln), die nicht in der Suppe gelandet sind, in Kübel gesteckt. Ein Experiment, dem ich eine Chance geben wollte. Tatsächlich fingen die Stümpfe zu wachsen an. Sie wurden immer höher und im Mai setzten sie Knospen an.




Nun war ich gespannt wie die Blüte aussehen sollte. Im Juni war es soweit! Eine dicke weiße Kugel erschien an einem ca. 50cm langen Stiel, zur Freude einiger Insekten.




Wie einfach das alles seinen Lauf nahm. Ohne große Aktionen, einfach in die Erde verfrachtet, ab und zu gegossen und wenig später ist ein interessanter Gartenbewohner entstanden.


Dank des Kübels kann man nun Lücken im Beet mit diesen dekorativen Gewächsen schließen.

Donnerstag, 27. Juni 2024

Tischdekoration

 Zum 80ten...


Meine Schwiegermutter wurde 80 Jahre alt und hat Ihren Geburtstag in einem Lokal im Außenbereich gefeiert. In der Gartenanlage konnte man sich die Beine vertreten und an einem Teich dem Froschkonzert lauschen. Ich war für die Tischdekoration zuständig und das ist dabei herausgekommen.











Tontöpfchen in allen Größen habe ich zusammen gesucht, mit Steckschaum bestückt und einige lediglich mit Allium Fruchtständen gefüllt. Die übrigen Töpfchen sollten etwas anders gestaltet sein, trotzdem als Ganzes harmonieren. Im Lokal standen die Töpfchen auf einem hellen Läufer und Kerzen rundeten das Bild ab.




Auf die Tischläufer wurden zwanglos Eschenfruchtstände und noch grüne Hagebuttenansätze gestreut. Die Wirkung hat einen naturhaften, ruhigen und farbreduzierten Charakter. Alles aus dem Garten! Keine einzige Blüte findet man in dieser Deko und vermisst sie auch nicht. 

Nun zieren sie meinen Terrassentisch.







Auf dem Kuchenbuffet lieferte ein Gesteck aus Platterbsen und Hortensienblüten eine feierliche Stimmung. Die brennenden Kerzen durften nicht fehlen.




Auch dieses Modell steht bei mir zu Hause und ich werde noch lange Freude daran haben.





Ein schönes Sommerfest im Freien, mit Froschkonzert und Vogelgezwitscher.

Donnerstag, 20. Juni 2024

Wiesenraute

 Ho(ch)heiten




Momentan zeigt sich eine wunderbare heimische Staude in meinem Sonnenbeet!




Thalictrum flavum




Transparent, dezent in der Farbe und trotzdem eindrucksvoll residiert sie im Beet. Die gelbe Wiesenraute bietet für Insekten einiges. Wildbienen, Schwebfliegen, Raupen und Schmetterlinge laben sich an der robusten Staude. Sie hat eine lange Blütezeit und stellt an den Boden keine großen Ansprüche. In meinem Garten hat sie schon durch Eigenaussaat diverse Plätze für sich beansprucht! Ich lasse sie gewähren und erfreue mich jedes Mal wenn sie ein neues Domizil gefunden hat. Mit bis zu 1,5m Höhe überragt sie ihre Kolleginnen ohne massiv zu wirken. Ein Muss ist dieses Hahnenfußgewächs in jedem naturnahen Garten. Besonders am Gartenteich unterstreicht sie das Natürliche.







Auch als Schnittblume macht sie sich prächtig und zeichnet sich durch eine lange Haltbarkeit aus.




Im Beet mit Weidenröschen, Nachtkerze und Kronwicke.

Samstag, 1. Juni 2024

Regen

 Wasserschaden...


Wenn ich durch meinen Garten schreite, sehe ich die Pflanzen, die schwer angegriffen sind von den Regenmassen der letzten Wochen! Nicht nur das sie die Last des Wassers oben wie unten ertragen müssen, nein auch die Schleimlinge setzen ihnen noch zu. Erstaunlich was diese zarten Lebewesen alles aushalten können!


Auch Salbei scheint zu munden


Ein trauriger Anblick des Gartens, der schon seit Wochen diesem widrigen Wetter ausgesetzt ist. Alles was ich ausgesät habe ist von den schon erwähnten Gartenmitbewohnern vertilgt worden! Biosamen, der echt kostspielig war, ist Geschichte! Gartenfreude definiere ich anders!


Schwer die Wasserlast zu ertragen


Die wenige regenfreie Zeit die bleibt um mal im Garten nach dem Rechten zu sehen, ist eine Herausforderung. Balancekünste sind gefragt, damit man die unzähligen Schnecken nicht platt tritt. Der Blick ist nur zum Boden gerichtet um keine (zumindest die mit Häuschen) zu erwischen. Mir fährt es jedes Mal durch Mark und Bein, wenn unter meinem Schuh dieses Knacken ertönt! Um es auf den Punkt zu bringen, es macht aktuell im Garten, keinen Spaß.


Pfingstrose im Untergrund


Die Rosenblüten hängen pitschnass an den Zweigen, die sich Richtung Boden bewegen. Insekten sieht man keine, die Frage ist was machen die bei Dauerregen? Wahrscheinlich kommt nach dem europäischen "Monsun" die "Dürre"! 


Trotz Schneckenkorn (Neudorf)


Sorry, das dieser Post nicht positiver ausfällt, doch das ist meine momentane Gefühlswelt...



Mehr Blüten auf dem Boden, als auf der Rose

Sonntag, 12. Mai 2024

Lila Pause

 Violett





Lila eine Farbe die gesellschaftlich viel bewegt. In der Kirche ist es die Farbe der Fastenzeit zu Advent und in der Vorosterzeit. Es ist die Farbe der Stille, der Besinnung, der Umkehr und der Buße. 


In der Farbpsychologie steht sie für Veränderung und Umbruch.


Als Symbol zur Gleichstellung der Geschlechter, steht sie für Gerechtigkeit und Würde.





Im Garten wirkt dieses Violett unaufgeregt, jedoch markant und beruhigend. 



Da sich momentan keine anderen Farben in meinen Beeten präsentieren, kommen die unterschiedlichen Blüten zum tragen. Ob rund, flächig, großblütig oder als kleine Farbkleckse setzen sie Akzente.



Dominant zeigen sich die verschiedenen Allium Kugeln. Majestätisch schweben die Schwertlilien Blüten, zu Füßen liegt das Bohnenkraut, Taubenskabiosen, Silberblatt, Pfingstnelken und die vielblütigen Akelei unterstreichen dieses Farbspiel.




Vereinzelt blitzen die winzigen Blüten des Storchenschnabel auf und beleben die Farbnuancen der Hauptakteure. 







Endlich zeigt der Garten wieder Farbe und die Palette wird sich bald noch bunter darstellen.




Die letzten Blütenrispen des Blauregen...

Dienstag, 7. Mai 2024

Wasser marsch

 Reisanbau 



Nach diesen Wassermengen der letzten Wochen könnte man nun prima Reisanbau betreiben! 


Gut das die Pflanzen fest verwurzelt sind, sonst wären sie weggespült worden. Ertrunken sind sie beinah, doch die Regenmengen stellten sich dankeswerter Weise langsam ein. Die einzigen Lebewesen im Garten, die sich über dieses Wetter gefreut haben waren Schnecken aller Art! Ob Nacktschnecken, Tigerschnegel, Weinbergschnecken oder Bänderschnecken, in 10000 Variationen. In den durchnässten Garten zu gelangen, ohne einige dieser Schleimlinge zu zertreten, war fast unmöglich! Invasion artig krochen sie aus allen Ritzen und eroberten meinen Garten. Gefräßig machten sie sich über Aussaaten und andere, von mir sehr geschätzten Pflanzen, her! Das Todesurteil, zumindest für die Nacktschnecken war besiegelt. Im Regen sammelte ich hunderte dieser braunen, unsympathischen Eindringlinge und sie fanden in einem heißen Wasserbad ihren Tod! Nicht einmal Mitleid überkam mich, im Gegenteil, noch mehr hätte ich kalt machen können!




Selbst Schneckenkorn (Neudorf) fanden sie lecker und krochen wieder auf die Pflanzen die ich mit dem Korn um streut hatte. Seit Jahren kämpfe ich gegen diese Vielfraße an, vergeblich.




Selbst an sogenannten resistenten Pflanzen labten sie sich! Frisch gesetzte Stauden waren innerhalb weniger Tage verschwunden! Da kann man nur zum Henker werden.


Die Weinbergschnecken liebe ich, obwohl auch sie an einigen Pflanzen Interesse zeigen. Sie stehen unter Naturschutz, doch das juckt die Waschbären nicht! Sie knacken die dicken Weinbergschnecken, das ist ein willkommener Snack für sie. Ich kann dann am nächsten Tag die Häuschen aufsammeln.


Auch frage ich mich was die Kandidaten auf meiner Hauswand suchen! Als wenn es in luftiger Höhe besondere Leckerchen geben würde, erklimmen sie unter Anstrengung die raue Wand. Natürlich bleibt das nicht ohne Hinterlassenschaften!  Markante braune Flecken zieren so manchen Aufstieg und lassen erkennen wer sich hier verewigt hat! 


Ach, man muss sie einfach lieb haben...

Krautschau

 Pflanzen zum Niederknien Einen Vortrag der besonderen Art, durfte ich gestern Abend erleben! Dr. Julia Krohmer, Wissenschaftskoordinatorin ...